Seit einigen Wochen sind die ersten Messwerte der Heinerboxen aus dem Heinerblock im Darmstädter Martinsviertel öffentlich auf einer Datenplattform verfügbar. Bürger:innen können nun sehen, wie sich das Mikroklima, Lärm- und Verkehrsaufkommen in ihrer Nachbarschaft gestaltet. Solche Daten sind jedoch nicht nur für die Öffentlichkeit interessant, sondern auch für Institutionen, die ebenfalls mit Umweltdaten arbeiten.

Das Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) führte in Kooperation mit emergenCITY an der Hochschule Rhein-Main ein praktisches Projekt durch, dass die Messdaten der Heinerboxen zu Verkehr und Lärm im Heinerblock mit Modellierungen für den Bereich vergleich. Fünf Studierende des Masterprogramms Bio- und Umwelttechnik, Patrik Stachowiak, Berk van Dawen, Fahir Colovic, Lars Rupp und Kjell Kiesewetter, vergleichen berechnete Werte des Geoinformationssystems ODEN mit Live-Messwerten für Lärm an drei Beispielstandorten. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass Berechnungen und Messwerte keine signifikanten Abweichungen aufwiesen.

Zwei Studierenden stehen von einem Whiteboard und sprechen mit zwei Sitzenden Personen.
© emergenCITY

Masterstudierende der Bio- und Umwelttechnik präsentieren ihre Projektergebnisse vor Heinerbox Entwickler Frank Hessel (sitzend rechts) und Julian Euler (sitzend links).

Projektpräsentation mit HLNUG Präsident und Heinerbox Entwickler

Dieses Ergebnis präsentierten die Studierenden im emergenCITY Lab vor ihrem Dozenten, Matthias Götz, Professor für Mathematik und Umweltinformationssysteme an der Hochschule Rhein-Main, Projektkoordinatorin Katja Hammer vom HLNUG sowie Dr. Thomas Allinger, Leitung der Abteilung Immissions- und Strahlenschutz, Klimawandel beim HLNUG und HLNUG Präsident und Lehrbeauftragter an der Hochschule Rhein-Main Prof. Dr. Thomas Schmid. Auch Heinerbox-Entwickler Frank Hessel und Julian Euler sowie emergenCITY Geschäftsführerin Katharina Kleinschnitger nahmen an der Abschlusspräsentation teil.

Im Anschluss tauschten sich die Anwesenden weiterführend fachlich zu Unterschieden in der Datenaufbereitung für Bevölkerung und Wissenschaft aus und diskutierten technische Fragen zur Mess- und Funktionsweise der Heinerboxen sowie der Datenaggregation im Allgemeinen. Auch für eine weiterführende Zusammenarbeit, beispielsweise für weitere Messungen von Heinerboxen, die das HLNUG als Referenzwerte nutzen könnte, legten die Anwesenden den Grundstein.