Litfaßsäule 4.0 im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt ausgestellt
Warnsäule ist noch bis zum 28. Juni in der Ausstellung „Design for Democracy. Was Gestaltung bewirken kann!“ zu sehen
Warnsäule ist noch bis zum 28. Juni in der Ausstellung „Design for Democracy. Was Gestaltung bewirken kann!“ zu sehen
Mit der Litfaßsäule 4.0 haben emergenCITY Forschende aus dem Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung an der TU Darmstadt ein bekanntes Stadtmöbel in ein neues Mittel zur Krisenkommunikation verwandelt. Ein zusätzliches Display auf der Säule kann Informationen und Hinweise für die lokale Bevölkerung anzeigen und die Warnsäule bleibt dabei dank Brennstoffzelle und Solarmodul bis zu 72 Stunden auch im Fall eines Stromausfalls funktionsfähig.
Vom 21. Mai bis 28 Juni präsentiert nun das Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt in seiner Ausstellung Design for Democracy. Was Gestaltung bewirken kann! die Litfaßsäule 4.0 als ein Beispiel dafür, wie Gestaltung zur Bewältigung gesellschaftlicher Krisen beitragen kann. Die Ausstellung zeigt dabei ein Modell der Säule sowie Fotos des Prototyps, der auf dem Riegerplatz in Darmstadt steht.
Bei der Entwicklung resilienter Infrastrukturen in Städten ist nicht nur wichtig, dass Lösungen im Krisenfall zuverlässig funktionieren. Auch wie solche Technologien im öffentlichen Raum gestaltet werden müssen, damit sie von der Bevölkerung genutzt und angenommen werden, ist eine zentrale Frage.
„Für mich zeigt die Litfaßsäule 4.0, was Gestaltung bewirken kann: Sie verbindet den analogen Charakter eines vertrauten Stadtmöbels mit moderner Technologie und übersetzt diese in eine Form, die sich selbstverständlich in den urbanen Raum einfügt. Durch diese bewusste Gestaltung entsteht Akzeptanz für neue Technologien und damit auch die Grundlage für gesellschaftliche Transformation,“ so der projektverantwortliche Architekt Joachim Schulze.
Design for Democracy. Was Gestaltung bewirken kann!, kuratiert von Anna Scheuermann und Prof. Matthias Wagner K, wirft ausgehend von 25 Gestaltungsbeispiele aus der Region Frankfurt RheinMain einen breiteren Blick auf das Verhältnis von Design und Demokratie und hinterfragt die Wirksamkeit von guter Gestaltung. Die Ausstellung ist Teil des Programms rund um die Auszeichnung World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.