Einen Stromausfall im eHUB erleben
emergenCITY testet mit Darmstädter Agentur quäntchen + glück Prototyp für ein zweites Serious Game
emergenCITY testet mit Darmstädter Agentur quäntchen + glück Prototyp für ein zweites Serious Game
Ein Stromausfall, eine Stadt im Ausnahmezustand und ein energieautarkes Haus: eHUB cities:Blackout ist der Prototyp für ein zweites Serious Game rund um das Thema Resilienz digitaler Städte, an dessen Entwicklung emergenCITY gerade arbeitet. Anders als Krisopolis fokussiert es sich weniger auf Krisenvorbereitung und eher auf einen konkreten Krisenfall: Spielende schlüpfen in die Rolle des Protagonisten Jan und werden im eHUB, einem energieautarken Smart-Home, mit einem großflächigen Stromausfall konfrontiert. Als eHUB-Bewohner:in ist es nun ihre Aufgabe knappe Ressourcen nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Nachbarschaft zu organisieren und verantwortungsvoll zu verwalten.
In dem story-basierten Spiel beeinflusst jede Entscheidung soziale Beziehungen, Vertrauen in der Gemeinschaft, aber auch die Zukunft des eigenen Avatars. Es baut auf verschiedenen Forschungsarbeiten von emergenCITY zu langanhaltenden Stromausfällen und eHUBs als mögliche Lösung für ein besseres Krisenmanagement auf.
Doch wie überzeugend gelingt diese Verbindung aus Krisenszenario, Ressourcenmanagement und narrativer Entscheidungsstruktur im konkreten Spielerlebnis?
Genau das hat emergenCITY jetzt in Zusammenarbeit mit Isabelle Rinne und Lena Müller von der Darmstädter Agentur quäntchen + glück in ersten Game-Tests untersucht. Eine Auswahl an Freiwilligen testeten eHUB cities: Blackout und gaben Feedback zur Story, dem Stand der Entwicklung und dem allgemeinen Spielerlebnis.
Die Testpersonen lobten die Liebe zum Detail im Design sowie die immersive, atmosphärische Spielwelt. Die Möglichkeit, das eHUB eigenständig zu erkunden, die harmonische Lichtsetzung und grafische Gestaltung wurden dabei besonders positiv aufgenommen. Auch die Geschichte hinter dem Krisenszenario erfuhr positive Rückmeldung.
Zugleich zeigte sich, dass die Vielzahl von Aufgaben und Informationen einige Testspielende zunächst überforderte. Die verschiedenen Funktionen des eHUBs und ihre Bedeutung für das Krisenmanagement waren in der aktuellen Version noch nicht immer unmittelbar verständlich. Möglichkeiten zur Optimierung finden sich dabei besonders bei zusätzlichen Erklärungen und einer schrittweisen Einführung in die Spielmechaniken, um notwendige Prioritäten-Setzungen transparenter und deutlicher zu gestalten.
Insgesamt bietet eHUB cities: Blackout eine vielversprechende Grundlage mit dem Potenzial, Spieler realitätsnah an Krisensituationen heranzuführen und so ihre Handlungsfähigkeit im Umgang mit Katastrophen zu stärken. Nachdem das Spiel nun nochmals optimiert wird, ist eine Veröffentlichung im Laufe 2026 geplant.
Projekt Website:https://ehubcities.de/ Das Spiel auf Steam vormerken.