Seit Februar 2026 hat der Kreis der emergenCITY Principal Investigators ein neues assoziiertes Mitglied. Holger Maune, seit Juli letzten Jahres Professor für Hochfrequenztechnik am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik (etit) der TU Darmstadt. Mit Abschlüssen in Elektrotechnik und Informationstechnik unterstützt er die emergenCITY Forschung in den Bereichen Hochfrequenzkomponente, Satellitenkommunikation und Sensorsystemen.
Hochfrequenztechnik als Zukunftstechnologie
In seiner Forschung befasst sich Maune mit rekonfigurierbaren und intelligenten Hochfrequenz- und Mikrowellensystemen. Hochfrequenztechnik ist die Basistechnologie für moderne Kommunikationssysteme wie Mobilfunk, WLAN oder Bluetooth und auch Satellitenkommunikationssysteme. Auch Radarsysteme in der Luftfahrt oder als Bestandteil des Autonomen Fahrens nutzen Hochfrequenzsignale, um entfernte Objekte zu identifizieren und charakterisieren.
„Eine wichtiger und trotzdem von vielen nicht erkannter Aspekt ist, dass die Hochfrequenztechnik die Grundlage vieler Technologien, die unseren Alltag prägen, bildet und damit für Zukunftstechnologien eine fundamentale Basis.“
Ein zentrales Ziel von Maunes Arbeit ist daher die Entwicklung intelligenter, adaptiver und energieeffizienter Hochfrequenzsysteme für zukünftige Kommunikations-, Radar- und Sensortechnologien. Dazu gehören Konzepte für integrierte Kommunikation und Sensorik, frequenzagile Transceiver und selbstoptimierende Frontends, die sich dynamisch an Umweltbedingungen und Betriebsparameter anpassen. Darüber hinaus bilden Forschungen zur Anwendung von Mikrowellentechnologien in der Biomedizin und wissenschaftlichen Messtechnik weitere Schwerpunkte.
Interdisziplinärer Forschungsansatz
Maunes Arbeit hat somit eine große Bandbreite: von der Material- und Komponentenentwicklung über elektromagnetische Modellierung und Schaltungsdesign bis hin zur präzisen Hochfrequenzcharakterisierung und Systemintegration. Interdisziplinarität ist ihm ein Anliegen:
„Kommunikation und damit Hochfrequenztechnik wird in der heutigen Zeit als gegeben angenommen, analog zu der Aussage „der Strom kommt aus der Steckdose“. In diesem Zusammenhang finde ich einen Austausch mit Geisteswissenschaften und Humanwissenschaften hoch interessant, um die Resilienz des Menschen und der Gesellschaft besser zu verstehen zu können.“
Eine ausgiebige Vorstellung von Professor Maune gibt es auf der etit-Fachbereichsseite.