Dass emergenCITY kurz vor Ende seiner letzten Förderphase steht, bedeutet auch für einige Wissenschaftliche Mitarbeitenden, dass sie sich in der akuten Schreibphase ihrer Dissertation befinden. Deswegen organisierte die emergenCITY Graduate School, geleitet von Michael Muma und Nadja Thiessen, für die diesjährigen GradDays vom 27. bis 28. August einen Schreibsprint in Kooperation mit dem SchreibCenter at TU Darmstadt. Zwei Tage lang lud die Graduate School die Promovierenden dazu ein, Fokus aufs Texte schreiben zu legen.

Das Ziel: Den Forschenden eine klare zeitliche Struktur und eine ruhige Atmosphäre schaffen, in der sie an ihren aktuellen Projekten schreiben können, egal ob Dissertation, Paper oder Konferenzbeitrag. Dazu startete Schreibberater Oliver Delto vom SchreibCenter am 27. August mit einem Kick-Off, in dem er klare Schreibzeiten festlegte und unterschiedliche Aspekte des Schreibprozesses -orientieren, recherchieren, strukturieren, schreiben oder überarbeiten -vorstellte. Mit einem festen Schreibziel für den Tag starteten dann alle Teilnehmenden individuell in ihre Textdokumente.

Künstliche Intelligenz im wissenschaftlichen Schreibprozess

Am späteren Vormittag nahm Tom Hölting, Koordinator des Projekts “AI Literacy in Studium und Lehre stärken”, die gemeinsame Autor:innenschaft von Mensch und KI in den Blick. In seinem Input (Besser) Schreiben mit KI regte er dazu an, zuerst die einen Schreibstrategien zu analysieren, um dann in einem zweiten Schritt zu überlegen, an welchen Stellen im Prozess es Sinn machen könnte, KI zu integrieren. Hölting betonte, dass nicht nur die Wahl der KI-Anwendung von Bedeutung sei, sondern auch, ob sie als Gesprächspartner:in, als Ghostwriter oder Tutor:in eingesetzt wird. Außerdem empfahl er klare Erwartungen an die Ergebnisse der KI zu setzen und diese abzugleichen und zu reflektieren. Insbesondere die Dokumentation von KI-Nutzung im wissenschaftlichen Schreiben in Rücksprache mit den betreuenden Professor:innen legte der Schreibberater den Anwesenden ans Herz.

Freie Schreibzeit mit der Möglichkeit zur individuellen Beratung

Während der Schreibzeiten blieben Hölting und Delto ansprechbar für Einzelberatungen zu individuellen Fragen im Schreibprozess. Den Tag schloss Delto mit einem gemeinsamen Wrap-Up, in dem Teilnehmenden auf ihre selbstgesteckten Ziele zurückkamen: Wurden sie erreicht? Falls nein, woran hat es gelegen und welche Anpassungen bedarf es dann für das nächste Mal? Am 28. August strukturierten sich die emergenCITY Mitarbeitenden einen zweiten Schreibsprint gemeinsam im Lab, dieses Mal ohne die professionelle Begleitung des SchreibCenters. So kamen alle Teilnehmenden auf knapp acht Stunden fokussierte Schreibzeit und brachten anstehendende und auch lang aufgeschobene Schreibaufgaben voran.