Am 29. Oktober wurde dem emergenCITY-Projektteam zur Heinerbox der xchange-Preis der TU Darmstadt in der Kategorie „Wisssenstransfer bzw. Wissenschaftskommunikation in Politik, Zivilgesellschaft und Kultur“ verliehen. Im Rahmen des INNODAY26 vom Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST nahmen Katharina Kleinschnitger, Frank Hessel, Julian Euler, Janila Dierks, Michèle Knodt, Elisa Berg, Jens Ivo Engels, Nadja Thiessen, Felipe Francisco De Souza und Hans-Joachim Linke aus dem Projektteam die Auszeichnung von TU-Vizepräsident Prof. Thomas Walther entgegen.

Dieser hob in seiner kurzen Ansprache insbesondere die die Kommunikationsformate rund um die Heinerbox hervor, die emergenCITY in Zusammenarbeit mit dem Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange sowie den beiden Darmstädter Agenturen merkmal und vollbild umsetze. Die Website, Filme und Flyer sowie die Heinerblock-Familienrallye und ein Wissenschaftsspaziergang hätten die Sichtbarkeit des Projekts über den universitären Kontext hinaus hergestellt und in die Darmstädter Stadtgesellschaft hineingewirkt, so TU-Vize Walther.

Forschung, Wissenstransfer und gesellschaftliche Wirkung zusammengedacht

Das Projektteam freut sich sehr über die Würdigung:

Mit der Heinerbox bringen wir Forschung dorthin, wo ihre gesellschaftliche Relevanz unmittelbar sichtbar wird: mitten in ein Darmstädter Wohnquartier. Das Besondere liegt in der engen Verzahnung von Forschungsinfrastruktur, Wissenschaftskommunikation und Anwendungsbezug vor Ort. Dabei geht es nicht nur darum, technisch komplexe Forschung zu Umweltdaten und Krisenkommunikation verständlich und zugänglich zu machen. Die erhobenen Daten sollen für die Menschen vor Ort nutzbar werden. Gleichzeitig soll sich das Projekt im Dialog mit der Stadtgesellschaft weiterentwickeln. So ist aus einem Forschungsprototyp Schritt für Schritt ein Reallabor entstanden, in dem Wissenschaft, Stadtgesellschaft, Verwaltung und Praxis über eine kleine graue Box zusammenkommen.“

Ausgezeichnet wurde ein insgesamt 15-köpfiges interdisziplinäres Projektteam aus emergenCITY-Forschenden und DiReX-Mitarbeiten, zu dem neben Anwesenden bei der Verleihung auch Matthias Hollick, Davide Toldo, Angela Zimmerling, Joachim Schulze und Annette Rudolph-Cleff gehören. Die technischen Entwickler der Box hatten mit der Wissenschaftskommunikation, dem Institut für Geschichte und dem Fachgebiet Landmanagement eng zusammengearbeitet. So floss historisches Wissen über den Darmstädter Lichtenbergblock, in dem die Boxen hängen, ebenso wie Expertise zu Umweltdaten in den Bau und die Vermittlung der Boxen mit ein. Das Preisgeld soll genutzt werden, um die Kommunikations- und Transferformate zur Heinerbox weiterzuentwickeln.

Eine kleine graue Box am Mast einer Straßenlaterne vor Grün und bunten Mehrfamilienhäusern.
© Gerd Keim

Die Heinerbox ist eine im Lichtenbergblock in Darmstadt installierte Sensorbox, die Umweltdaten erfasst und krisenfeste Kommunikationsmethoden unter realen Bedingungen testet.

Über die Heinerbox

Im Darmstädter Lichtenbergblock hängen seit November 2025 insgesamt an 40 Straßenlaternen sogenannte Heinerboxen. Diese resilienten Sensorboxen erfassen Umwelt- und Verkehrsdaten und dienen der Erprobung krisenfester Kommunikationsverfahren unter realen Bedingungen. Für das Projekt denkt gesellschaftliche mit technischer Resilienz zusammen: QR-Codes an den Laternen führen zu einer offenen Datenplattform, auf der die Live-Daten sowie eine Schnittstelle zu historischen Daten frei zugänglich sind. Die erhobenen Daten und die erprobten Kommunikationswege dienen nicht allein der Forschung, sondern sind auch für die Resilienz der Nachbarschaft gedacht. Das kommuniziert die begleitende Kampagne.

Über den xchange-Preis

Mit dem Preis würdigt die TU Darmstadt seit vergangenem Jahr herausragende Leistungen im Bereich Wissens- und Technologietransfer. Die Auszeichnung soll die strategische Bedeutung von xchange als dritte Leistungsdimension der TU neben Forschung und Lehre unterstreichen und exzellente Transferaktivitäten sichtbar machen. Sie wird in den beiden Kategorien „Technologietransfer und Gründungsaktivität“ und „Wissenstransfer bzw. Wissenschaftskommunikation in Politik, Zivilgesellschaft und Kultur“ verliehen.

In der Kategorie „Technologietransfer und Gründungsaktivität“ wurden Professor Peter Buxmann und Dr. Nihal Wahl für ihr Engagement in der Gründungsförderung ausgezeichnet. Ehrende Anerkennungen gingen jeweils an die Prozesslernfabrik CiP und den E+E Diskurs.

Weitere Infos

Über die Heinerbox: heinerbox.tu-darmstadt.de

Offizielle Meldung der TU Darmstadt: Ausgezeichnete Transferaktivitäten