Christian Reuter, stellvertretender Koordinator von emergenCITY und Leiter von PEASEC, hat an einem neuen europäischen Bericht zur Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) im Notfall- und Krisenmanagement mitgewirkt. Der EU-Beratungsmechanismus Scientific Advice Mechanism (SAM) übergab der Europäischen Kommission am 11. Dezember 2025 die erarbeiteten Empfehlungen, wie KI das Notfall- und Krisenmanagement in ganz Europa unterstützen kann. Verfasst wurde das Paper von einer Expert:innengruppe des Konsortiums Scientific Advice for Policy by European Academies SAPEA, zu dem auch emergenCITY Beiratsmitglied Tina Comes gehört.

Der Bericht sieht Potenzial für KI im Notfall- und Krisenmanagement vor allem bei datenintensiven Routineaufgaben - etwa beim Monitoring von Frühwarnsystemen, der Auswertung von Daten aus sozialen Medien oder der schnellen Schadensabschätzung bei wiederkehrenden Katastrophen wie Überschwemmungen, Waldbränden oder Dürren. Gleichzeitig betont er Grenzen von KI in neuartigen Lagen und spricht sich dafür aus, dass ethisch anspruchsvolle Entscheidungen weiterhin in menschlicher Verantwortung gehalten werden müssen. Empfohlen werden unter anderem klare Standards zu Sicherheit, Transparenz und Ethik der verwendeten KI-Tools, die Entwicklung von Benchmarks und Sandbox-Umgebungen vor dem Einsatz sowie die Einrichtung eines europäischen Rahmens für die Datenvorbereitung im Krisenmanagement.

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Zum Bericht “Artificial Intelligence in Emergency and Crisis Management”

Über den wissenschaftlichen Beratungsmechanismus (SAM)