Am 10. November 2025 richtete das emergenCITY-Lab einen Workshop mit der Patentanwältin Dunja Tsoumanis aus, der unter dem Titel „Protecting Innovation in Smart Cities – IP and Copyright made practical“ stand. Der Workshop machte deutlich, dass technische Innovation immer auch eine Strategie für den Umgang mit der Öffentlichkeit erfordert. Patente bieten Erfinder*innen die Möglichkeit ihr geistiges Eigentum mit einer temporären Monopolstellung zu schützen, um simple Nachahmungen zu verhindern. Dunja Tsoumanis fasste es wie folgt zusammen:

Während im hypothetischen freien Markt gelte „Tu, was immer du willst“, sei die Devise im realen Markt „Tu, was immer dir nicht verboten ist“. Diese Regelung schütze nicht nur Innovation, sondern fördere sie auch. Doppelentwicklungen werde vorgebeugt, es würden finanzielle Anreize und Sicherheit für die Erfinder*innen entstehen und zwinge Unternehmen beständig, neuere und bessere Lösungen für Problemstellungen zu entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Im Workshop wurden die verschiedenen Facetten von Patenten, Unterschiede zum Copyright und das „Wie“ einer Patentanmeldung diskutiert, aber auch die Frage nach Innovation an sich: Warum brauchen wir sie? Welche Vorteile hat es für Forscher*innen, sich in neue Themengebiete zu wagen? Und, in Kooperation mit HIGHEST, der Beratungsstelle für Innovation und Start-ups an der TU Darmstadt, wie dieser Weg in konkreter Zusammenarbeit mit ihnen aussehen kann. HIGHEST kann bereits über 200 Patente und Patentanmeldungen verzeichnen, dazu 20 Gründungen, die mit ihrer Beratung begleitet wurden.

Gerade bei emergenCITY ist dieses Thema nicht nur für alle Teilprojekte von Relevanz, sondern auch für all die Forschenden aus dem Mittelbau, die an der Kooperation beteiligt sind – jetzt, aber auch in ihrer Zukunft.