Im Bereich Stadt und Gesellschaft werden grundlegende historische, politische, soziale und juristische Aspekte von Krisen und resilienter IKT in digitalen Städten erforscht. Governance und politische Maßnahmen zur Vorbereitung und Bewältigung von Krisensituationen werden ebenso untersucht wie soziale und räumliche Ungleichheit in der digitalen Stadt. Eine juristische Betrachtung erfolgt vor allem bei der Entwicklung neuartiger resilienter technischer Systeme. Auch die Untersuchung historischer Fälle von Krisenreaktionen „analoger“ Städte wird mit einbezogen.

Kernbeitrag

Integration der gesellschaftlichen Dimension in die Erzeugung sozio-technischer Lösungen für die Erhöhung der IKT-Resilienz der digitalen Stadt; interdisziplinäre Analyse und Lösungen

Principal Investigators: Michèle Knodt, Gerrit Hornung, Jens Ivo Engels, Carolin Bock, Christian Reuter, Annette Rudolph-Cleff

Teilprojekte

SG1 – Resilienz durch Information und Erfahrungswissen

Durch Projekt SG1 wird die Einbeziehung von Fragen der (datenschutz-)rechtskonformen Auswertung öffentlicher Daten aus sozialen Medien wie auch der Lehren aus historischem Erfahrungswissen vergangener Katastrophenfälle bereits bei der Entwicklung technischer Lösungen erreicht. Soll die Umsetzung technischer Lösungen im Katastrophenfall von den Bürger/inne/n der Stadt mitgetragen werden, reicht eine nachträgliche Informationskampagne nicht aus. Vielmehr braucht es eine Einbeziehung der Bevölkerung von Anfang an, um anerkannte sozio-technische Problemlösungen gemeinsam erarbeiten zu können.

Principal Investigators: Jens Ivo Engels, Gerrit Hornung

SG2 - Multidimensionale Krisen-Governance und Partizipation

In SG2 werden neuartige Governance-Konzepte für die politisch effektive Organisation von IKT in Krisensituationen unter Einbezug öffentlicher und privater Akteure inklusive geeigneter Partizipationsformate entwickelt. Diese werden über die reine Information und Konsultation hinausgehen und Bürger/innen in die Lage versetzen, an Entscheidungsprozessen teilzunehmen.

Principal Investigators: Michèle Knodt, Christian Reuter, Carolin Bock

SG3 - Vermeidung sozialer und räumlicher Ungleichheit in der digitalen Stadt

Die sektorale, soziale und territoriale Heterogenität der Stadt wird in SG3 behandelt, das die Stadt – entgegen bisheriger Vorgehensweisen – als nicht homogenen Raum betrachtet. Diese Vorgehensweise dient dem Ziel, allen Bewohner/inne/n einer Stadt, einschließlich marginalisierter und benachteiligter Gruppen, gleichen und fairen Zugang zu Basisdienstleistungen (inklusiv) und effektive Unterstützung im Rahmen bestimmter Szenarien (robust und koordiniert) zu ermöglichen.

Principal Investigators: Annette Rudolph-Cleff, Jens Ivo Engels