Im Bereich Information geht es um die Entwicklung von Informationssystemen für den Krisenfall, die ihre Funktionalität auf die verfügbaren Ressourcen und die sich dynamisch veränderbaren Umgebungsbedingungen selbstgesteuert anpassen können. Insbesondere Mobile Edge Computing und verteilte dezentrale Dienste zur Krisenvorbereitung und -bewältigung stehen im Mittelpunkt. Dazu zählen beispielsweise die 3D-Modellierung betroffener Gebiete aus heterogenen Datenquellen und die Analyse von Datenströmen zur Erkennung von Gefahrensituationen.

Kernbeitrag

Neue Analyse-, Interaktions- und Bereitstellungsmethoden für krisenrelevante Information: Zeitskalen-integriert, trotz fragmentierter und unsicherer Ressourcen

Principal Investigators: Iryna Gurevych, Mira Mezini, Max Mühlhäuser, Christian Reuter, Stefan Roth, Guido Salvaneschi, Bernhard Seeger

Teilprojekte

INF1 - Resilienz-zentrierte multimodale Datenanalyse in multiplen Zeitskalen

Projekt INF1 wird intelligente Datenanalyse ermöglichen, um aus der Datenflut nützliche (d.h. kompakte, aber möglichst korrekte und umfassende) Information zu destillieren. Dies erfordert neuartige Analyseverfahren für multimodale (Bild, Text, 3D etc.), unstrukturierte Daten aus heterogenen Informationsquellen wie sozialen Medien oder Spezialsensoren (Tiefenkameras etc.) der digitalen Stadt. Dies beinhaltet die integrierte Behandlung multipler Zeitskalen, d.h. von Echtzeitinfor­mationen bei der Krisenreaktion bis zu archivierten und historischen Langzeitdaten.

Principal Investigators: Iryna Gurevych, Stefan Roth

INF2 - Interaktionskonzepte für Daten-getriebene Krisenprävention und -reaktion

Projekt INF2 erarbeitet stadtspezifische Interaktionsmethoden. Als hochgradig innovativer Ansatz werden die Daten immersiv in der städtischen 3D-Realität oder deren virtuellem Abbild kontextualisiert und dort im Zeitablauf visualisiert. Neue Modalitäten (bspw. 3D-gedruckte Interaktionsobjekte) sowie intelligente Assistenz unterstützen die Nutzer bei der Priorisierung, Wahrnehmung und Interpretation der Informationen sowie der Ableitung von Entscheidungshilfen und der kooperativ-verteilten Ausführung bei Prävention und Reaktion.

Principal Investigators: Max Mühlhäuser, Christian Reuter

INF3 - Softwareinfrastrukturen für resiliente digitale Städte

Projekt INF3 schafft mit einer innovativen Software-Infrastruktur die Grundlagen für Entwicklung und Betrieb emergenCITY-tauglicher Software, worin die Konzepte von inf 1, inf 2 sowie des KOM-Bereichs genutzt werden können. Neue Ansätze für Programmierung, Verarbeitung und Datenspeicherung werden durch das Zusammentreffen von Echtzeit- und Langzeitdaten, die großen Datenmengen und die städtischen Gegebenheiten bedingt. Erforderlich ist die Kombination bislang getrennter Informatik-Ansätze wie hocheffizienter Speicherstrukturen, probabilistischer Analysemethoden und selbstgesteuerter resilienter Anpassung an Ressourcen.

Principal Investigators: Mira Mezini, Guido Salvaneschi, Bernhard Seeger